Arbeitsrecht von A-Z

Dienstreise

Eine Dienstreise liegt vor, wenn der Angestellte zur Ausführung eines ihm erteilten Auftrages den Dienstort verläßt, wobei der Dienstort als Tätigkeitsgebiet die Gemeinde bzw. einen Umkreis von 12 Kilometer umfasst (Wien - gesamtes Gemeindegebiet).

Die Dienstreise beginnt, wenn sie von der Arbeitsstätte aus angetreten wird, mit dem Verlassen der Arbeitsstätte oder Verlassen der Wohnung.

Es ist der durch die Dienstreise verursachte Aufwand zu entschädigen, wobei der Dienstnehmer die kostengünstigste Variante der Reise zu wählen hat.

Für die Verwendung des Privat-Pkws bei einer Dienstreise ist die ausdrückliche Bewilligung des Arbeitgebers erforderlich. Bei Vorliegen einer derartigen Bewilligung wird zur Abdeckung des durch die Haltung und Benützung des PKW entstandenen Aufwands ein Kilometergeld gewährt, darüber hinaus bestehen keine weiteren Ansprüche.

Kilometergeld
bis 10.000 km
0,42 Euro
10.001 – 20.000 km
0,34 Euro
darüber hinaus
0,25 Euro je Kilometer/pro Kalenderjahr

Die Gewährung der PKW-Benutzung bringt aber keine Haftung des Arbeitgebers für Schäden, die aus der Benutzung entstehen.

Über die gefahrenen Kilometer ist ein Fahrtenbuch zu führen, das auf Verlangen jederzeit vorgelegt werden muss.

Zusätzlich gibt es noch das Taggeld, wenn die Dienstreise länger als 3 Stunden dauert und der Arbeitnehmer für die Verpflegung selber aufkommen muss;

Taggeld

26,40 (1/12 pro angefangener Stunde)

Ein vom Arbeitgeber bezahltes Essen, kürzt das Taggeld um 13,20 je Essen, außer dem Frühstück

Nächtigungsgeld dient der Unterkunft und dem Frühstück, wenn keine Nächtigung notwendig ist oder dies vom AG bezahlt wird, entfällt es.

Nächtigungsgeld

15,00

Reisezeit = Arbeitszeit

Weder Taggeld noch Kilometergeld dient zur Abdeckung der Arbeitszeit bzw. Reisezeit - diese ist im PEP zu erfassen und gesondert abzugelten!

Ansprüche von Reisekosten müssen innerhalb von 3 Monaten geltend gemacht werden!

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